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Spindel

Spindel - Euonymus
Die Spindel (bot.: Euonymus) wird auch Pfaffenhütchen genannt und gehört zu der Familie der Spindelbaumgewächse (Celastraceae). Der Spindelstrauch beinhaltet eine Vielzahl von Arten, welche sich neben Wuchshöhe primär in ihrer entweder immergrünen oder sommergrünen Eigenschaft unterscheiden:

Sommergrün

  • Großfrüchtiger Spindelstrauch (Euonymus planipes)
  • Gewöhnliches Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

Immergrün

  • Kletterspindelstrauch (Euonymus fortunei)
  • Japanischer Spindelstrauch (Euonymus japonicus)

Allgemein

Die Herkunft der Euonymus reicht von den USA, über den asiatischen Raum bis Australien. In Europa beheimatet ist lediglich der Euonymus europaeus. Je nach Art findet die Spindel in den heimischen Gärten Verwendung sowohl als Heckenpflanze, als Kletterpflanze, sowie als Bodendecker. Besonders die immergrünen Arten erwecken auch im Winter ein farblich frisches Ambiente im Garten.
Ein charmanter Nebeneffekt des Pfaffenhütchens beruht auf der Tatsache, dass die Beeren der Euonymus vielen heimischen Vögeln als Nahrungsquelle dient. Wenn Sie also Ihren Garten mit Vogelgezwitscher füllen möchten, ist die Anschaffung einer Spindel durchaus zu empfehlen!

Pflanzen und Düngen

Standort

Die idealen Bedingungen für die Spindel ist ein heller Standort. Entweder direkt in der Sonne oder im Halbschatten. Hier wird sie es Ihnen mit einer reichen Blüte danken. Sofern man der Euonymus einen nährstoffreichen Untergrund zur Verfügung stellt, gedeiht sie hervorragend. Sie ist aber generell sehr tolerant und solange der Boden locker ist, wächst das Pfaffenhütchen ausgezeichnet in normalem Gartenboden. (Die notwendige Durchlässigkeit des Bodens ist darin begründet, dass die Euonymus sehr empfindlich ist gegen Staunässe). Wenn Sie Kletterspindeln in die Nähe von Mauern oder zäunen setzen, werden diese ihrer Natur gemäß diese auch erklimmen. Langsam, aber stetig.

Einpflanzen

Das Pfaffenhütchen kann von Frühjahr bis Herbst eingepflanzt werden. Die Faustformel besagt, das Loch auf die doppelte Größe des Wurzelballens auszuheben. Der Wurzelballen sollte gut gewässert werden und Kompost oder Humus in das Erdloch gegeben werden. Anschließend kann die Euonymus eingesetzt werden, wobei darauf geachtet werden sollte, dass der Wurzelballen eben abschließt und die Erde oben etwas festgedrückt wird.
Schlussendlich sollte die Spindel noch einmal gut gewässert werden.

Düngen

Je nach Wetterlage ist der Spindelstrauch in der Regel mit mäßiger Wasserzufuhr zufrieden. Diese sollte jedoch regelmäßig stattfinden. Selbst im Winter ist die Spindel auf gelegentliche Wasserzufuhr angewiesen. Sollte es wetterbedingt zu Trockenperioden kommen, macht die Euonymus dies durch herunterhängende Blätter deutlich, sodass in dieser Zeit die Wasserzufuhr etwas erhöht werden sollte. Da die Spindel einen eher hohen Nährstoffbedarf hat, ist eine Düngung ratsam. Diese kann durch Kompost-Düngung gedeckt werden, welche jeweils zum Frühling (ab März) und zum Frühsommer (ab Juni) erfolgen sollte. Sofern Sie sich für eine Kübelpflanzung entschieden haben, sollte eine Düngung mit Flüssigdünger in Betracht gezogen werden. Diese Nährstoffzugabe kann etwa alle drei Wochen erfolgen, sollte aber zum Spätsommer eingestellt werden. Grund hierfür ist der erhöhte Bedarf zusätzlicher Nährstoffe aufgrund der geringeren Erdmenge im Kübel.

Schnitt

Die Spindel zu schneiden ist kein Muss. Es sollte jedoch bedacht werden, dass sie in diesem Falle in ihrem Wuchs sehr ausufern kann. Entscheidet man sich für einen Schnitt, sollte dieser idealerweise im Frühjahr und/oder im Herbst erfolgen. Auch ein Formschnitt wird gut vertragen.

Winterhärte

Grade im ersten Jahr sollte man bei der Euonymus noch auf ausreichend Winterschutz achten. Dieser wird in der Regel durch eine gute Schicht an Reisig oder Laub gewährleistet. Bei älteren Exemplaren ist dies nur notwendig, wenn ein sehr rauer Winter bevorsteht. Besondere Beachtung sollten hier die Spindel bekommen, welche im Kübel gehalten werden. Exemplare in der Kübel-Haltung sind eher anfällig für Frost. Um diese sicher zu schützen, ist es ratsam, sie im Winter in einem Gewächshaus unterzubringen oder mit einem Schutz zu umwickeln (zum Beispiel mit einer Decke, etc.).