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Holunder - Sambucus

Holunder - Sambucus ​

 

Der Holunder (bot.: Sambucus) gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse (bot.: Adoxaceae). Von den bekanntesten Arten, dem schwarzen Holunder (Sambucus nigra) und dem roten Holunder (Sambucus racemosa) ist wohl der schwarze Holunder mit seiner Sortenvielfalt hierzulande am weitesten verbreitet.

Der Holunder, auch „Flieder“ genannt, weist eine lange Geschichte auf. So wurde er als „Lebensbaum“ schon im Mittelalter als Schutz vor Krankheiten und bösen Mächten betrachtet und sollte mit seiner Anwesenheit für Frieden und Wohlbefinden sorgen.

 

Verwendung

Auch als Heilkraut fand der Sambucus schon vor hunderten von Jahren Anwendung. Zur Reinigung des Blutes, aber auch gegen Fieber wurde er vielerorts eingesetzt.
Auch heute wird der Holunder noch gern als traditionelles Hausmittel eingesetzt, zum Beispiel bei Erkältungen mit Symptomen wie Husten, Schnupfen und Fieber. Die medizinische Wirkung konnte jedoch bisher nicht wissenschaftlich belegt werden. Was jedoch belegt ist, ist sein hoher Gehalt an Vitamin C, was nachweislich das Immunsystem stärkt. Zubereitet werden die Beeren bevorzugt als Saft, Mus oder Tee.
 

Zu beachten: Holunderbeeren sind nicht zum Rohverzehr geeignet und sollten vor dem Genuss erhitzt werden. Dann sind sie aber eine äußerst wohlschmeckende Frucht, zum Beispiel in Form von Sirup, Marmelade oder Saft.

Nicht alle Holunderpflanzen sind essbar, so zählt zum Beispiel der Zwergholunder zu den giftigen Vertretern.

 

Pflanzen und Düngen von Holunder
 

Standort

Der Holunder ist bezüglich seines Standortes im Großen und Ganzen sehr anspruchslos. Obwohl er auf nahezu jedem Boden gut gedeiht, hat er doch ein paar Vorlieben. Hierzu zählen feuchte, lehmige Böden mit einem hohen Gehalt an Humus und Kalk. Wenn man ihm also einen Gefallen tun möchte, kann man diese Gegebenheiten bei der Standortwahl mit einbeziehen.
Aufgrund ihres verzweigten und kräftigen Wuchses sollte aber auf jeden Fall auf ausreichend Platz am bevorzugten Standort geachtet werden.

Was die Lichtbedürfnisse anbelangt, so steht der Sambucus bevorzugt in der Sonne oder zumindest im Halbschatten. Auch im Schatten kann er gedeihen, jedoch wird man hier einige Einbußen bezüglich des Frucht- und Blütenreichtums machen müssen.

 

Einpflanzen

Die optimale Zeit, um einen Holunder zu pflanzen ist entweder im Frühjahr zwischen März und April, oder aber im Herbst zwischen September und Oktober.
Bei der Pflanzung des Sambucus sollte man den Boden am Standort zunächst auflockern und von Unkraut und Wurzel befreien. Da er nährstoffreiche Böden bevorzugt, sollte man idealerweise reifen Kompost oder anderen organischen Dünger in den Boden einarbeiten. Anschließend kann die Pflanzgrube ausgehoben werden. Diese sollte von Volumen her in etwa die doppelte Größe des Wurzelballens betragen.Aufgrund der flachen und ausbreitenden Wurzeln des Holunders, sollte bei der Standortwahl beachtet werden, dass ein Abstand zu Mauern, Gebäuden und gepflasterten Flächen von mindestens zwei Metern berücksichtigt werden sollte. Bei der Pflanzung mehrerer Exemplare sollte ebenfalls ein Pflanzenabstand von mindestens 100 cm eingehalten werden.

 

Düngen

Da der Sambucus einen beachtlichen Zuwachs von bis zu 40 cm pro Jahr entwickelt, benötigt er ein hohes Maß an Nährstoff. Wird dies bei der Wahl des Standortes berücksichtigt, ist eine gesonderte Düngung nicht notwendig. Möchte man dem Holunder dennoch unterstützend Nährstoffe zur Verfügung stellen, so eignet sich die Gabe von Kompost oder anderem organischem Dünger im Frühjahr.

 

Schnitt

Ein Schnitt ist beim Holunder nicht unbedingt erforderlich. Sollte es einem jedoch belieben, ihn etwas „in Form zu bringen“, so sollte man auf den Zeitpunkt achten. Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist in den Wochen nach der Erntezeit im Herbst. Um den Ertrag zu erhöhen, können zudem nach der Erntezeit regelmäßig die abgetragenen Triebe entfernt werden.