Junge Bäume abstützen

Junge Bäume richtig (ab)stützen: So geht’s

Schon unsere Vorfahren haben junge Bäume beim Einpflanzen mit einem Pfahl versehen, um ihnen Halt zu geben. Und auch heute fallen dem aufmerksamen Beobachter immer wieder junge Bäume auf, die an einen Pfahl gebunden oder durch andere Konstruktion geschützt sind. Doch warum ist das so?

Warum muss man den Baum stützen

Ein junger Baum benötigt mehrere Wachstumsperioden, um sich mit kräftig ausgebildeten Wurzeln fest im Boden zu verankern. Sind diese noch zu schwach, könnte ein starker Wind ihn einfach entwurzeln. Auch länger anhaltender Regen ist dazu in der Lage den Boden so sehr aufzuweichen, dass die Wurzeln des jungen Baumes nicht mehr greifen können, um ihm ausreichend Halt zu geben.

Welche Methoden zum Abstützen junger Bäume gibt es?

Es gibt drei gängige Methoden, mit denen junge Bäume abgestützt werden. Für welche man sich entscheidet, hängt von der Größe und Beschaffenheit der Gewächse ab.

Mit einem senkrechten Pfahl junge Bäume stabilisieren

Diese Methode ist besonders für junge Bäume mit einem kleinen und schwachen Wurzelstock geeignet. Der Pfahl wird hierbei relativ nah am Stamm – mit ungefähr einer Handbreit Abstand und immer westlich vom Baum platziert. So kann der Stamm bei vorherrschendem Wind aus westlicher Richtung nicht gegen den Pfahl geschlagen und verletzt werden.

Der junge Baum wird gemeinsam mit dem Pfahl in das Pflanzloch gestellt und richtig positioniert. Ist das erledigt, schlägt man erst den Pfahl in die Erde, bevor man den Baum einpflanzt. Fixiert wird der Baumstamm abschließend mit einem Seil aus Hanf- oder Kokosfasern ca. 20 cm unterhalb der Baumkrone.

Junge Bäume abstützen mit einem Dreibock

Der Dreibock kommt in der Regel bei etwas größeren Exemplaren von jungen Bäumen zur Anwendung, die bereits einen größeren Wurzelballen aufweisen.

Hier wird im Gegensatz zur o.g. Methode erst der Baum eingepflanzt, um anschließend die Pfähle für den Dreibock optimal zu positionieren. Die drei Pfähle sollte idealerweise auf den Eckpunkten eines imaginären gleichschenkligen Dreiecks liegen. Den Mittelpunkt stellt der junge Baum dar. Sind die Pfähle fest im Boden eingeschlagen, werden sie oberhalb mit drei Latten verbunden, bevor man den Baum mittels eines Seils unterhalb der Krone an allen drei Pfählen fixiert.

Der schräge Pfahl als Baumstütze

Ist ein junger Baum relativ niedrig angelegt bzw. befindet sich seine Baumkrone nahe dem Boden, kommt der schräge Pfahl als Stütze zum Einsatz. Außer diesen sogenannten Heistern bzw. Stammbüschen werden auch Nadelgehölze oder mehrtriebige Laubgehölze mit dieser Methode abgestützt.

Nachdem der junge Baum in das offene Pflanzloch gesetzt wurde, stellt man den Pfahl schräg in einem 45° Winkel geneigt dazu. Dabei ist auf ausreichend Abstand zum Wurzelballen und die Süd- oder Nordausrichtung zum Stamm zu beachten. Dann schlägt man ihn tief in die Erde. Anschließend wird der Baum eingesetzt und wieder mittels eines geeigneten Seils an der Baumstütze fixiert. Dabei sollte diese nicht mehr als 10 cm seitlich über den Stamm hinausragen.

Die Verankerung

Da die Stütze für die jungen Bäume mindestens 2-3 Jahre halten soll, empfehlen Experten die Verwendung von kesseldruckimprägnierten Pfählen. Deren Länge richtet sich nach der Größe der jungen Bäume  – sie sollten etwa bis zu 10 cm unterhalb der Krone reichen, nachdem sie ins Erdreich geschlagen wurden.

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