Rund um die Wilde Heidelbeere

Rund um die Wilde Heidelbeere

Die Wilde Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) ist nicht nur ein wunderschöner Zwergstrauch, der seine Farbe je nach Saison ändert – er wird auch gerne als heimisches Superfood bezeichnet. Das Heidekrautgewächs trägt nämlich Früchte mit einer Vielzahl gesunder Inhaltsstoffen, die nicht nur dem Darm gut tun, sondern auch dem Herz-Kreislauf-System. Die Früchte der wilden Heidelbeere sind saftige Blaubeeren. Diese schmecken nicht nur gut, sie sind auch reich an Vitamin C, E, K und dem Spurenelement Mangan. Im direkten Vergleich sind die Blaubeeren zwar meist kleiner als die Kulturheidelbeeren, die weit häufiger in unseren Gärten anzutreffen sind. Dafür sind sie aber gesünder.

Die Pflege der Wilden Heidelbeere: Tipps & Tricks

Die wilde Heidelbeere mag es sonnig bis halbschattig und bevorzugt sandigen bis lehmigen Boden. Sie mag keinen Kalk und sollte daher möglichst mit Regenwasser oder Leitungswasser mit geringem Kalkgehalt gegossen werden. Besonders gut macht sich die Wilde Heidelbeere im naturnahen Garten. Im späten Frühjahr zeigen sich die rosa Blüten in ihrer vollen Pracht. Mit dem richtigen Boden kann auf Düngemittel verzichtet werden. Dieser sollte wasserdurchlässig und torfig oder sand-humos sein. Und nun ein bisschen Gärtnerlatein: Ein pH-Wert zwischen 4 und 5 gilt als optimal. Mit der Zugabe von etwas Torf kann der pH-Wert gesenkt werden. Alternativ sorgt auch eine Handvoll Hornspäne dafür, dass sich die Wilde Heidelbeere rundum wohlfühlt. Natürlich ist so viel Genauigkeit im eigenen Garten nicht notwendig. Glücklicherweise ist die Wilde Heidelbeere robust und ausgesprochen genügsam. Viel Arbeit macht der Zwergstrauch nicht – es reicht aus, wenn er alle paar Jahre mit der Heckenschere getrimmt wird. Entfernt werden sollte vor allem das alte und holziges Geäst, damit sich neue Triebe ausbilden können.

Hilft die Wilde Heidelbeere bei Darmbeschwerden?

Sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall wird Heidelbeeren eine heilsame Wirkung nachgesagt. Frische Beeren sollen die Verdauung fördern, wohingegen getrocknete Beeren stopfend wirken sollen. Außerdem soll Heidelbeersaft helfen Fieber zu senken. Der Pflanze wird übrigens nachgesagt auch bei Konzentrationsschwäche zu helfen und das Immunsystem zu stärken. Die Heidelbeerblätter sind allerdings nicht gut verträglich, man sollte sie also nicht für Aufgüsse verwenden. Ein blutzuckersenkender Effekt wird dem Tee aus Heidelbeerblättern im Netz zwar nachgesagt,  dieser konnte bisher aber nicht nachgewiesen werden.

Das Pflücken der Blaubeeren hat Tradition

Besonders in Wäldern, Mooren und Heidegebieten ist die Wilde Heidelbeere zu Hause. Die Generationen vor uns konnten die Erntezeit der köstlichen Blaubeeren kaum erwarten. Blaubeeren pflücken war etwas Besonderes – die Kinder wurden mit Körben geschickt. Da hat man es im eigenen Garten doch leichter. Rezepte gibt es en masse im Netz, zu den bekanntesten gehört der klassische Blaubeer-Pfannkuchen.  Die Beeren schmecken süßlich-sauer und haben ein intensives Aroma. Geschmacklich sind sie nicht zu vergleichen mit den üblichen Blaubeeren aus dem Supermarkt. Hauptsaison für die Ernte ist zwischen Juni und September. Gepflückt werden sollten nur reife Heidelbeeren, da sie einmal geerntet, nicht nachreifen. Zudem sind die Beeren nicht lange haltbar und druckempfindlich. Tipp: Nach der Ernte sollten die Beeren für ein paar Tage flach ausgebreitet im Kühlschrank gelagert werden.

Kulturheidelbeere oder Wilde Heidelbeere?

Im Vergleich zur Kulturheidelbeere wird die Wilde Heidelbeere nur zwischen 30 bis 50 Zentimeter groß. Die Kulturheidelbeere kann bis zu zwei Metern erreichen. Die Früchte sind größer, weniger aromatisch und deutlich heller als die Blaubeeren.

Sagenumwobene Gartenpflanze

In alten Märchen und Sagen nehmen Wilde Heidelbeeren meist eine geheimnisvolle Rolle ein. So sollen sie zum Beispiel den Weg zu den Eingängen des unterirdischen Zwergenreichs markieren und dieses vor Unglück und unerwünschten Besuchern beschützen. Die Wilde Heidelbeere ist also Sage, Superfood und malerisches Gartengewächs in einem.  

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