Dürfen Pflanzen über Leitungen gepflanzt werden?

Das Wurzelwerk vieler Pflanzen kann sehr tief ins Erdreich reichen. Wie stark die Wurzeln sind, lässt sich teilweise auch an der Oberfläche zu erkennen. Hier können sie Pflasterungen aufreißen und manchmal zu Stolperfallen avancieren. Doch wenn Wurzeln solche Kräfte beweisen, können sie dann auch Leitungen beschädigen?

Können Pflanzen in der Lage sein Leitungen zu schädigen?

Nicht nur Bäume, sondern auch viele Büsche oder Sträucher entwickeln ein sehr markantes Wurzelgeflecht. Sie reichen bis tief in die Erde, um sich mit Feuchtigkeit und Nährstoffen zu versorgen. Viele Pflanzen gehen dabei sehr resolut vor. Sie breiten sich aus und machen auch vor Hindernissen nicht Halt. Nicht selten entstehen dann Schäden, die an Wegen oder auf Straßen zu erkennen sind. Diese Einflüsse sind für Außenstehende direkt zu erkennen. Allerdings lassen sich Schädigungen an Leitungen zunächst nicht ausmachen. Diese liegen schließlich oftmals metertief unter der Erde.

Gelangt nun das Wurzelwerk an Versorgungsleitungen, kann es die Leitungen mit der Zeit umschließen. Dieser Umstand kann mit schwerwiegenden Folgen verbunden sein. Kommt es zum Beispiel zu einem Sturm, bei dem die Pflanze entwurzelt wird, können die Zugkräfte der Wurzeln auch die Leitung mitreißen. So kam es in der Vergangenheit bereits zu mehreren folgenreichen Leitungsschäden und Rohrbrüchen.

Wenn Pflanzen in oder um Leitungen wachsen

Vor allem mit dünnen Versorgungsleitungen für Telefon, Gas, Wasser oder Strom haben Wurzeln leichtes Spiel. Sie wachsen dicht um die Leitungen herum, so dass mit der Zeit ein festes, filigranes Geflecht entsteht. Das muss nicht immer zu Problemen führen. Die zunehmende Klimaveränderung, die mit vermehrt starken Stürmen einhergeht, kann jedoch durchaus Bäume und das Erdreich betreffen. Umschlungene Kabel können dabei durch Zug, Druck oder auch Schwingungen Schäden nehmen. Diese Leitungen sind anschließend oftmals zu reparieren oder zu erneuern. Ein Vorgang, der mit intensiven Kosten verbunden sein kann.

Durch verschiedene Vorkehrungen, die sich im Laufe der vergangenen Jahre immer weiter entwickelt haben, muss es allerdings nicht zu solchen Schädigungen kommen.

Welche Schutzmaßnahmen gibt es, um Unfälle zu vermeiden?

Natürlich brauchen Pflanzenwurzeln einen gewissen Freiraum. Je mehr sie sich ausbreiten können, desto mehr Sauerstoff und Nährstoffe stehen ihnen zur Verfügung. Wer sich um die Leitungen im Erdreich nicht sorgen möchte, pflanzt am besten Flachwurzler. Diese Pflanzen wachsen weniger tief in den Erdboden hinein, sondern bilden ihre Wurzeln tellerförmig aus.

Um hingegen Leitungen zu schützen, ist zunächst eine fachgerechte Verlegung wichtig. Die Leitungen sind dazu ausreichend tief zwischen 0,5 bis 0,8 Meter ins Erdreich einzulassen. Pflanzen, die ihre Wurzeln weniger tief in die Erde wachsen lassen, können hervorragend über Leitungen gepflanzt werden. Doch nicht immer lässt sich der Wurzelwuchs steuern. Daher sorgen Einbettungen mit porenarmen Füllstoffen für sicheres Anlegen von Leitungen. Damit die Pflanzen an diesen Stellen gut gedeihen können, ist über den Leitungen porenreiche Erde hinzuzufügen. Kommen nun noch Pflanzgruben, Trennelemente oder ausgeklügelte Bodenbelüftungen zum Einsatz, können Pflanzen mit Leitungen gut harmonieren.

Eine gute Planung kann somit Schäden ausschließen. Wer allerdings auf Nummer sicher gehen möchte, sollte die Pflanzen in ausreichendem Abstand zu den Leitungen setzen. Somit können die Pflanzen problemlos wachsen und Leitungen bleiben vor Schäden verschont. Quelle: elektropraktiker.de

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