Bisamratten – Freund oder Feind

Bisamratten sind eigentlich wasserliebende Tiere und daher in Gärten weniger oft anzutreffen. Liegt der Garten jedoch an einem Deich, einem Bach oder anderen Gewässer, kann es durchaus sein, dass die Bisamratte gelegentlich auf einen Besuch im Garten vorbeischaut. Viele Menschen erfreuen sich allerdings nicht unbedingt an diesem tierischen Gast. Kein Wunder, graben diese Tiere auf Suche nach Nahrung einige Gartenbereiche um. Doch was kann man tun, wenn sich Bisamratten im eigenen Garten verirrt haben?

Wie sieht die Bisamratte aus?

Das Nagetier stammt eigentlich aus Nordamerika und hat sich dennoch in den vergangenen Jahren immer weiter in Deutschland ausbreiten können. Obwohl im Namen das Wort „Ratte“ steckt, hat diese Gattung mit einer normalen Ratte nicht viel gemeinsam. Im Wesentlichen zählt die Bisamratte zur größten Wühlmausart und liebt es, sich an Gewässern aufzuhalten. Im Wasser fühlen sich die Tiere auch überaus wohl. Sie sind hervorragende Schwimmer und ernähren sich gern von Muscheln, Seerosen oder Gräsern.

Ist eine Bisamratte ähnlich einem Biber?

Die Bisamratte sieht einem Biber oder Nutria sehr ähnlich. Dennoch unterscheiden sich diese Tiere kategorische voneinander. Der Biber ist mit einem Meter Länge der größte Nager im Trio. Anschließend kommt der Nutria mit einem halben Meter. Das Schlusslicht bildet die Bisamratte. Dieses Tier kann eine Größe von bis 35 Zentimetern erreichen und bis zu 1,5 Kilogramm schwer werden. Die Bisamratte ist jedoch nicht nur kleiner. Sie fällt auch mit einer kleineren Nase und einem zusammengedrückten Schwanz auf. Beim Biber ist der Schwanz gut sichtbar und breit gehalten. Der Nutria ist hingegen mit einem runden Schwanz ausgestattet. Somit lässt sich die Bisamratte sehr gut in Größe und weiteren Merkmalen von einem Biber oder Nutria unterscheiden.

Was wollen die Bisamratten im Garten?

Die Bisamratte ist nachtaktiv. Verschwindet der Mensch des Nachts im Garten, kann sich die Bisamratte frei in den verschiedenen Gartenbereichen bewegen. Dass die Nager auf dem Grundstück unterwegs waren, lässt sich an diversen Fressspuren an Baumrinden sowie im Gemüse- oder Obstbeet erkennen. Ist der Gartenteich zudem beschädigt und die Teichfolie zerstört, können sich Gartenbesitzer sicher sein, dass eine Bisamratte am Werk war.

Tipp: Wer einen naturbelassenen Garten hegt, der erfreut sich vermutlich an den Nagern. Die Tiere sorgen durch ihre Anwesenheit dafür, dass das Schilf und die Gräser den Garten nicht überwuchern. Da die Bisamratten den Menschen nicht zu nahekommen, wenn sie keine Gefahr wittern, können Tier und Menschen durchaus im Einklang miteinander leben.

Wie gefährlich sind Bisamratten?

Bisamratten gehören zur Familie der Nager. Wesentlich größer gewachsen als normale Ratten, können sie vor allem auf Kinder durchaus angsteinflößend wirken. Dabei ist die Bisamratte nicht gefährlich. Es sei denn, sie fühlt sich bedroht oder in die Enge getrieben. Dann kann das Tier durchaus angriffslustig und auch aggressiv werden. Diese Nager sind schließlich Wildtiere und wehren sich, wie jedes andere Geschöpf auch, wenn es Gefahr wittert. Daher ist ein ausreichender Abstand zur Bisamratte immer sinnvoll.

Zudem können Bisamratten Krankheiten wie Fuchsbandwurm übertragen. Aus diesem Grund ist bei der Bekämpfung im Garten Vorsicht und vor allem Sicherheit angesagt.

Wie lässt sich die Bisamratte aus dem Garten entfernen?

Es ist durchaus möglich, die Bisamratte mit Lebendfallen einzufangen und an einem anderen Ort wieder auszusetzen. Wichtig ist, dass die Fallen den Maßen 30 x 30 x 100 cm entspricht. Diese Größe ist ausreichend, um die Bisamratte einzufangen. Als Köder können verschiedene Obst- und Gemüsesorten dienlich sein. Das Töten oder anderweitige Bekämpfen von Bisamratten ist nicht erlaubt. Diese Aufgabe obliegt der Landschaftsbehörde. Bei Fragen oder Hinweise ist sich daher an die hiesige Behörde zu wenden.

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