Der Gelbe Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) stammt ursprünglich aus Ostasien und Nordchina, hat sich jedoch in Europa als beliebte Gartenpflanze etabliert da er winterhart ist.

Die rauen Gegebenheiten im Herkunftsgebiet sorgten wohl dafür, dass der Kletterstrauch gleich mehrere Eigenschaften in sich vereint, die ihn für den Ziergarten interessant machen: Zum einen zeigt er in milden Wintern schon ab Ende Dezember die ersten intensiv gelben Blüten, und das fortlaufend bis in den April hinein. Zum anderen ist die zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) gehörende Pflanze ein – was den Wuchs anbelangt – sehr wandelbarer Geselle. Er kann als Kletterpflanze, Bodendecker oder im Kübel kultiviert werden und erreicht eine Wuchshöhe von rund drei Metern und eine ebensolche Breite.

Wuchs

Jasminum nudiflorum hat einen etwas sparrigen Wuchs und bildet ohne Stützvorrichtung keine aufrechte Krone, sondern breitet seine dünnen, überhängenden Triebe flach über dem Boden aus. Die primelgelben Blüten erinnern aus der Ferne an Forsythienblüten, erscheinen jedoch wesentlich früher im Jahr und besitzen fünf bis sechs Blütenblätter, also ein bis zwei mehr als die Forsythien. Die Blüten duften nicht, was für einen Jasmin recht untypisch ist.

Standort

Der Standort für Jasminum nudiflorum sollte sonnig bis leicht schattig und etwas geschützt sein. Wegen seines Naturstandorts an Felshängen ist der Winterjasmin sehr windfest, verträgt Hitze und starke Sonneneinstrahlung. Er wächst auch auf ärmeren Sandböden, bevorzugt aber kalkhaltige und nährstoffreiche, gleichbleibend feuchte, lockere Erde mit pH-Werten im alkalischen Bereich.

Kultur

Bei der Kultur im Kübel sollte im Winter etwas Isolierung zum Einsatz kommen, um die Wurzeln vor zu viel Kälte zu schützen. Will man ihn als Kletterpflanze verwenden, muss man die neuen Triebe junger Pflanzen durchs Rankgerüst leiten, da sie nicht selbstständig klettern können. Gießen muss man den Winterjasmin nur in Ausnahmefällen, da er mit sommerlicher Hitze und Trockenheit recht gut zurechtkommt. Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht notwendig, da er nur langsam vergreist.

Boden

Eine jährliche Startdüngung mit reifem Kompost im Frühjahr beschleunigt das Wachstum der Pflanzen und verhindert, dass sandige Böden zu stark versauern. Als Bodendecker, muss man je nach Standort durch regelmäßigen Rückschnitt den Ausbreitungsdrang einschränken.

Vermehrung

Da Samen eher die Seltenheit sind, sollte man sich bei der Vermehrung des Winterjasmins lieber auf Ableger oder Absenker verlassen.

In vielen Fällen bilden die Bodentriebe von selbst Wurzeln, sodass man diese im Frühjahr einfach mit einem scharfen Spaten abstechen und an anderer Stelle weiterkultivieren kann. Man muss die unbewurzelten Triebstücke nur warm und feucht halten und die Anzuchtbehälter mit einer transparenten Kunststoffhaube vor dem Austrocknen schützen.

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