Die Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox)

Die Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox) gehört zur Familie der Gewürzstrauchgewächse (Calycanthaceae). In Japan werden frisch geschnittene Zweige der Winterblüte für die Neujahrsfeierlichkeiten in die Vase gestellt – sie gelten dort als Glückssymbol.

Wuchs

Der aufrecht und etwas sparrig wachsende Strauch kann eine Höhe von bis zu drei und eine Breite von bis zu zwei Metern erreichen. Die Jahrestriebe sind ockerbraun und recht dünn. Die Blüten sind lanzettliche bis elliptisch-eiförmige, gegenständige Blätter, die zwischen sieben und zwanzig Zentimeter lang werden können. Bis auf die behaarte Blattnervatur ist die Unterseite der Blätter hingegen rau.  Das Laub verfärbt sich im Herbst leuchtend gelbgrün bis goldgelb und bleibt über den Sommer grün.

Da die Winterblüte recht kompakt bleibt, kann sie auch als Kübelpflanze verwendet werden.

Blüte

Ab Januar bis März öffnen sich die Blütenknospen, die bereits im Lauf des Sommers an den neuen Trieben angelegt werden. Trotz ihrer frühen Blütezeit ist die Winterblüte auf eine Bestäubung durch Insekten wie Bienen, Hummeln, Fliegen und Käfer angewiesen.Die Blüten verströmen einen intensiven vanilleähnlichen Duft. Die Sträucher bilden krugförmige Nüsschen aus, die zwischen fünf bis sieben Zentimeter lang werden und sich am oberen Ende zusammenziehen.

Standort

Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ein Muss für diese Pflanze. Eine Mulchschicht im Wurzelbereich ist ganzjährig sinnvoll, sie sollte den Boden jedoch nicht zu stark versauern.

Wasser

Im Frühjahr können Sie die Winterblüte mit etwas reifem Kompost versorgen und in trockenen Sommern müssen Sie rechtzeitig wässern.

Schnitt

Die Winterblüte ist grundsätzlich schnittverträglich, allerdings ist ein regelmäßiger Rückschnitt nicht zwingend erforderlich. Die Sträucher vergreisen im Gegensatz zu vielen anderen Frühjahrsblühern nicht und werden ohne Schnitt von Jahr zu Jahr schöner. Da die Blütenknospen schon im Vorjahr angelegt werden, ist der beste Schnittzeitpunkt gleich nach der Blüte. Wird die Winterblüte zu hoch, kürzt man die Äste ein und leitet sie auf Seitentriebe ab.

Die Chinesische Winterblüte hat einen hohen Zierwert und fällt vor allem durch ihren angenehm süßlichen Duft auf, der an Veilchen erinnert.

Übrigens: Abgeschnittene, blühende Zweige halten sich in der Vase recht lange und sind ein Genuss für Augen und Nase.

 

 

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