Tipps zum Umgang mit Schnecken

Eines der häufigsten Probleme, mit denen Gärtner konfrontiert werden sind Schnecken. Selbst erfahrene Gärtner reißen sich bei Schneckenbefall die Haare aus. Also dachte ich, ich gebe Ihnen ein paar bewährte und einige neue Tipps, die Ihnen bei dem Problem helfen können.

Barrieren:

Rund um Ihre Beete können Sie Barrieren um Pflanzen herum installieren, z. B. zerkleinerte Eierschalen, Splitt, Kleie oder Holzasche. In der Theorie meiden Schnecken diese Materialien „weils nicht so gut flutscht“, sie sollen Probleme haben diese Barrieren zu überwinden. Stellen Sie sicher, dass Sie ausreichendes Material ohne Lücken um die Beete verteilen.

Streuen Sie Haferkleie um Ihre Pflanzen. Schnecken lieben Haferkleie und hören einfach nicht auf zu fressen. Die Kleie wird sich ausdehnen, die Schnecken sterben! Grausam aber hilfreich.

Vaseline, das dick um die Ränder von Töpfen geschmiert wird, hat eine ähnliche abschreckende Wirkung. Schnecken können auch mit viel Schleim nicht über die Vaseline hinweg, sie rutschen ab.

Sie können Kupferband um die Töpfe kleben. Schnecken meiden Kupfer.

Fallen:

Verwenden Sie Bierfallen, diese sind sehr effektiv bei Schnecken. Sie müssen diese noch nicht einmal im Gartencenter kaufen. Graben sie ein kleines Loch, stellen Sie eine Schale hinein die Sie mit Bier füllen. Die Schnecken werden durch den Geruch angezogen, fallen rein und ertrinken. Die Falle soll auch mit Fruchtsäften oder sogar mit Milch funktionieren.

Essen Sie eine Grapefruit, schneiden Sie dabei die Frucht in zwei Hälften. Nachdem Sie die Frucht ausgelöffelt haben, schneiden Sie ein kleines Loch hinein und legen Sie die Haut kopfüber auf den Boden. Schnecken lieben Grapefruit und versammeln sich im Inneren und jeden Tag können Sie sie einsammeln.

Sammeln Sie alle Schnecken, die Sie am späten Abend finden können, da werden sie aktiv. Um sie ganz loszuwerden, können Sie sie in einem Eimer mit stark gesalzenem Wasser ertränken. Normales Wasser wird nicht funktionieren  sie werden einfach an die Oberfläche schwimmen und herauskriechen! Oder, wenn Sie wissen, wo sie sich verstecken, können Sie sie tagsüber sammeln. Versuchen Sie Verstecke wie morsche Baumstämme oder Ziegeln und Sträuchern, eben jede dunkle, feuchte Ecke.

Und was tun mit den Schnecken, die Sie gesammelt haben? Wenn Sie lebende Schnecken oder Schnecken in Ihren Komposthaufen legen, werden sie wahrscheinlich dort bleiben, da es viel Materie für sie gibt, an der sie sich erfreuen können.

Raubtiere:

Für eine biologische Kontrolle können Sie Nematoden, das sind mikroskopisch kleine Parasiten, verwenden, die die Schnecken über und unter der Erde töten. Von Bio-Gartenlieferanten bezogen, mischen Sie das Pulver einfach mit Wasser und sprühen es  auf den Boden. Dies kann für etwa sechs Wochen wirksam sein.

Wie wäre es mit frischen Eiern? Was für eine Frage – naja, Sie können sich  auch Hühner oder Enten halten – dannn haben Sie sicher kein Schneckenproblem mehr. Das Federvieh liebt Schnecken und hat sie zum fressen gern.

Mit einem Bio-Garten mit vielen Pflanzen und einer Wildblumenwiese machen Sie Ihren Garten attraktiv für andere Tiere. Igel futtern auch sehr gerne Schnecken und der ein oder andere Vogel holt sich auch mal gern ein Schneckchen. Auf lange Sicht erhalten Sie so einen gesünderen Garten mit weniger Schädlingen.

Bis zum nächsten Mal, glückliche Schneckenjagd!

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