Blühwiese im eigenen Garten

Eine Blühwiese im eigenen Garten sieht nicht nur wunderschön aus, sie lockt auch Insekten an. Aus diesem Grund sind Blühwiesen so besonders. Sie stellen einen herrlich natürlichen Ort für Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und andere Insekten dar. Wer also einen wichtigen Beitrag für die Natur und den Insektenschutz leisten möchte, nutzt die Möglichkeit, eine Blumenwiese anzulegen. Dazu gibt es inzwischen verschiedene Saaten, um Blumen und Kräuter sprießen zu lassen.

Was ist beim Anlegen einer Blühwiese zu beachten?

Wir kennen sie alle: Die beschaulichen Plätze in der freien Natur, die unberührt gedeihen dürfen. Hier wachsen nicht nur zahlreiche Blumen und Pflanzen. Man hört es leise Summen und auch verschiedene Insekten sind bereits aus der Ferne zu erkennen.

Gartenbesitzer, die sich eine solche Blühwiese für ihren eigenen Garten wünschen, müssen jedoch vorab einige Dinge beachten. Perfekt ist ein sonniger Platz. Je größer dieser Platz ausfällt, desto mehr kann die Insektenwelt davon profitieren. Geeignet sind dazu alle Flächen ab 2 mal 3 Metern.

Zunächst ist jedoch der Erdboden vorzubereiten, bevor es an die Aussaat geht. Eine Magerwiese gedeiht am besten auf nährstoffarmen, sandigen Boden. Ist also vorrangig lehmiger Boden vorhanden, so ist die Oberfläche zuerst um ca. 20 Zentimeter abzutragen. Anschließend ist die Fläche mit Bausand aufzufüllen. Ist der Boden sehr feucht, so ist eine Drainage sinnreich.

Tipp: Für die Drainage eignen sich Aerifiziergabeln, die in regelmäßigen Abständen ungefähr zehn Zentimeter tief in das Erdreich eingelassen werden. Die Löcher sind anschließend mit Bausand aufzufüllen.

Nun kann eine Saatmischung extra für Blühwiesen verteilt werden. Damit die Saat auch Wurzeln schlagen kann, ist es nötig, den Boden regelmäßig von Unkraut zu befreien. So bleibt nur die reine Blumenwiese, die sich gänzlich entfalten kann.

Wer diesen Aufwand nicht betreiben möchte, nutzt am besten Blühwiesenmischungen, die für jeden Boden geeignet sind. Diese Mischungen enthalten Blumen wie Salbei, Glockenblumen, Hahnenfuß oder Margeriten.

Wie gedeiht eine Blühwiese am besten?

Die ideale Zeit, um eine Blühwiese anzulegen, ist das Frühjahr. Ist ein guter Standort für die Blühwieser erkoren, kann die Mischung ausgesät werden. Es ist ratsam, mit den Samen ein wenig Sand oder Sägemehl aufzutragen.

Die frisch ausgelegten Samen sind hernach vorsichtig in den Boden einzuharken. Es kann auch eine Rasenwalze für die Arbeit dienlich sein. Nun steht die Bewässerung an, die nicht zu stark und nicht zu gering ausfallen sollte. Schon bald sind die ersten Keimlinge zu beobachten, die sich schließlich zu einer prächtigen Blühwiese entwickeln.

Tipp: Vor allem im Hochsommer, wenn Trockenheit vorherrscht, ist eine regelmäßige Bewässerung der Blühwiese sinnvoll. So trocknen die Blumen nicht aus, sondern bleiben den Insekten erhalten.

Sollten sich nach der Aussaat der Blumen Unkraut und Gräser bilden, sind diese direkt zu entfernen. Steht die Blühwiese aber im Sommer in voller Blüte, ist die Wiese nicht mehr zu betreten. Hier ruhen zahlreiche Insekten, die nicht gestört werden wollen.

So ist eine Blühwiese zu pflegen

Nach der Blütezeit ist die Wiese zu mähen. Dabei darf das Mähgut zunächst gern auf der Wiese verbleiben. Die Blumen haben schließlich Samen entwickelt, aus denen sich im nächsten Jahr neue Pflanzen entwickeln. Die meisten Wiesenblumen sind einjährig, daher lassen sich mit diesem Vorgang direkt neue Wiesenblumen einplanen.

Das Mähgut sollte ein paar Tage auf der gemähten Fläche antrocknen. Anschließend ist es zu kompostieren, damit der Boden auch weiterhin abmagern kann.

Hinweis: Wem die Blühwiese im nächsten Jahr nicht zu üppig ist, der kann eine weitere Aussaat vornehmen. Auch Blumenzwiebeln lassen sich zwischen den Aussaaten einsetzen. So entsteht eine fabelhaft ausgewogene Blühwiese.

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